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Weltrekordversuch Nordostpassage – Eberspächer ist an Bord!

Ein Team um den deutschen Profisegler Boris Herrmann will als erste Crew überhaupt die Nordostpassage ohne Motorkraft durchqueren. Mit an Bord ist eine Airtronic D4 Plus von Eberspächer.

Seit sechs Jahren erst wird die Nordostpassage wieder vereinzelt von Handelsschiffen durchfahren. 2002 bezwang der Abenteurer Arved Fuchs die vereiste Route durchs Nordpolarmeer im dritten Anlauf mit der „Dagmar Aaen“. Aber noch niemals ist jemand nonstop allein unter Segeln von Murmansk die Arktis entlang bis zur Beringstraße durchgekommen. Genau das will der Hamburger Boris Herrmann nun schaffen. Dazu hat der zweimalige Weltumsegler als Navigator beim chinesischen Skipper Guo Chuan auf dessen 30-Meter-Trimaran „Qingdao China“ angeheuert. Der Startschuss zur etwa 2.800 Seemeilen langen Strecke (mehr als 5.000 Kilometer) voller Ungewissheiten fällt für die sechsköpfige, internationale Crew am Donnerstag, dem 3. September 2015. Das Team rechnet für die „maritime Erstbesteigung“ mit einer Dauer von knapp zwei Wochen.

„Der Nördliche Seeweg gilt als eines der letzten großen, noch weitgehend unentdeckten Abenteuer der Seefahrt“, schwärmt Boris Herrmann voller Vorfreude auf einen nicht alltäglichen Weltrekordversuch, „da habe ich nicht lange überlegen müssen, ob ich dabei sein will.“ Nach vier Streckenrekorden allein in diesem Jahr, darunter zuletzt der prestigeträchtige Transpazifik-Regattaweg von Los Angeles nach Hawaii, freut sich der geborene Oldenburger nun auf ein "kaltes" seglerisches Abenteuer. Boris Herrmann war noch nie in der Arktis und begeistert sich alleine aus meteorologischer Sicht für die, wie er sagt, „einzigartigen Wettersysteme“ im Norden. Dabei wird unbemerktes Eis das größte Risiko der Rekordfahrt werden – wie die sogenannte Growler, abgebrochene Eisstücke, die unter der Wasseroberfläche schwimmen. Den empfindlichen Rumpf schützt eine fünf Millimeter dicke Kevlarschicht, die an das Bug laminiert wurde, damit einzelne Eisschollen nicht gleich das Schiff beschädigen.

Damit die Crew den Weltrekordversuch unbeschadet übersteht, wurde in der Qingdao eine Airtronic D4 Plus von Eberspächer verbaut, die die Mannschaft bei Ruhezeiten in der Kajüte aufwärmt sowie die Kleidung und Stiefel nach dem Einsatz in Gischt und Eis wieder trocknet.

Wir wünschen Boris Herrmann und der gesamten Crew der „Qingdao China“ viel Erfolg bei Ihrem Weltrekordversuch!



Photo © JEAN MARIE LIOT / QINGDAO